Die Ehe und Mehrehe (Polygamie) im Islam

Geschrieben von sunnahblog114 - Juni 9, 2011

3. Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht gegen die Waisen zu sein, so heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, nicht billig zu sein, (heiratet) eine oder was im Besitz eurer rechten (Hand ist). So könnt ihr am ehesten Ungerechtigkeit vermeiden. (Surah an-Nisa, 4:3)

 

In der Qur’an-Erläuterung Ruhu’l Furqan vom geehrten Gelehrten Shaykh Mawlana Mahmut Afandi an-Nasqhbandi al-Khalidi al-Mudschaddidi:

„Die Heirat mit zwei Frauen ist möglich, wenn man bestimmte Bedingungen einhalten kann, die der Islam festgesetzt hat. Die Person, die mehr als eine Frau heiratet, kann sich sonst nicht vor der Verantwortung am Jüngsten Tag retten.


Ehe allgemein ist nur für bestimmte Leute gestattet:

1. Für den Muslim, dessen Leidenschaft sehr stark ist, ist die Heirat eine Pflicht (arabisch: Farḍh). Das heißt, es ist eine Pflicht für jemanden, der fähig ist, für den Unterhalt der Frau aufzukommen und die Brautgabe zu zahlen, während es bei ihm Fakt ist, dass wenn er nicht heirateten sollte, er sich nicht vor Unzucht bewahren kann und er eine starke Neigung zu Frauen hat. Wenn dieser nicht heiratet, gilt er als ein Sünder.

2. Die Heirat ist im nüchternen Sinne [und nicht wie bei einer Person oben] eine betonte Sunnah (arabisch: Sunnah al-Mʾuakkadah). [Die Sunnah wird definiert als Aussagen, Taten und Zustimmung bzw. Missbilligung des Propheten Muhammad, Friede und Segen seien auf Ihm. Daher spricht man von geäußerte, praktische und zugestimmte Sunnah des Propheten, Friede und Segen seien auf Ihm.] Das heißt, für jemanden, der die Rechte der Frau einhalten kann, wie den Geschlechtsverkehr, die Brautgabe und den Unterhalt und keine starke Leidenschaft nach einer Frau hat, ist die Heirat eine betonte Sunnah.

3. Für einen Mann, der sich fürchtet, dass er die Rechte der Frau nicht einhalten kann, indem er sie beispielsweise unterdrückt, ist die Heirat stark verpönt (Makrūh Taḥrīman). [Das stark Verpönte ist das, was uns fest befohlen worden ist, durch einen für die Möglichkeit der Interpretation offenen Text. Das Bestreiten solch eines Befehls ist Irreführung, aber nicht Unglaube. Das Durchführen solch einer Handlung ist sündig.]

4. Für jemanden, der ganz sicher weiß, dass er die Pflichten der Ehe nicht einhalten kann, ist die Heirat verboten (arabisch: Ḥarām).


Rechte in der Mehrehe

Nachdem wir nun wissen, dass jemand, der die Rechte einer Frau nicht einhalten kann, nicht heiraten darf, kommen wir nun zu den Rechten, die ein Mann einzuhalten hat, wenn er mehr als eine Frau zu sich nimmt:

1. Einhaltung der Gerechtigkeit. Der Mann ist verpflichtet mit allem, was er in der Hand hat, mit der Gesellschaft bei der Frau und der Freundlichkeit gerecht zu sein und jeden gleich zu behandeln.

2. Nachdem, was Badāyiʿ und Baḥr al-Rāiq sagen, ist im Thema Gerechtigkeit die Jungfrau gleich der Witwe, die Jüngere gleich der Älteren, die Neue gleich der Älteren, die Kitābi [Jüdin oder Christin] gleich der Muslimin, die Kranke gleich der Gesunden, die Geisteskranke, vor der man sich nicht in Acht nehmen muss, gleich der Gesunden und die Menstruierende gleich der Reinen. Denn diese sind alle in der Ehe, die der Grund für die Gerechtigkeit ist, gleich.

3. Baḥr al-Rāiq und Radd al-Muḥtars Erläuterung zufolge, muss der Mann für jede Frau die gleiche Anzahl von Tagen zuordnen und diese Anzahl bei ihnen bleiben. Es ist jedoch besser, wenn diese Anzahl der Tage nicht viele sind, denn das weckt das Gefühl der Einsamkeit bei der anderen und widerspricht der Weisheit, das Gefühl der Einsamkeit aufzuheben.

4. Nach Badāyiʿ und Mabsūt al-Sarakhsī ist es so, dass wenn die Frau dem Mann anbietet, ihre Brautgabe zu verringern, aber dafür mehr Tage für sich haben will, der Mann dies nicht annehmen darf. Das Gleiche gilt, wenn sie ihm irgendwas anderes dafür anbietet. Denn dies gilt als Bestechung und hebt das Recht der anderen Frau auf.

5. Baḥr al-Rāiq Überlieferung zufolge, darf der Mann während dem Aufenthalt bei der einen Frau nicht zur anderen Frau gehen und zu keiner anderen Frau Nähe zeigen. Jedoch ist es gestattet, am Tag eine Andere aufzusuchen, wenn es notwendig ist, oder in der Nacht sie zu besuchen, wenn sie krank ist. Ja, es ist sogar gestattet, dass wenn die Krankheit zunimmt, er bei ihr bleibt, bis sie gesund wird oder stirbt.

6. Nach Badāyiʿ, Baḥr al-Rāiq und al-Durr al-Mukhtar wird die Gerechtigkeitspflicht nicht aufgehoben, wenn der Mann erkrankt. Wenn er bei einer Frau erkrankt und deswegen bei ihr bleibt, muss er die exakte Anzahl von Tagen auch bei den anderen Frauen verbringen. Wenn er jedoch in einem Haus ist, wo seine Frauen nicht sind und er erkrankt dort, lädt er alle Frauen zu sich ein, damit sie bei ihm wachen. Der Gesandte Allahs, Friede und Segen seien auf Ihm, hat in seiner Todeskrankheit von seinen anderen geehrten Frauen die Erlaubnis erbittet, bei unserer Mutter ʿĀʾischah, möge Allah mit ihr zufrieden sein, zu bleiben. Wenn mit der Erkrankung die Gerechtigkeit verfallen würde, wäre es nicht nötig gewesen, dass der Prophet, Friede und Segen seien auf Ihm, um Erlaubnis fragt.

7. Mabsūt, Ikhtiyār und Radd al-Muḥtar zufolge, ist es dem Mann nicht gestattet, zwei Frauen im gleichen Haus, in der gleichen Wohnung zu haben, wenn beide damit nicht zufrieden sind. Denn so kann der Mann nicht vollkommene Gerechtigkeit walten lassen.

Er kann jedoch jede Frau in einem Haus, in separaten Wohnungen haben. Wenn sie jedoch eine Frau von Berühmtheit oder hohem Status ist, muss er ein Haus für sie einrichten, dass zu ihnen passt.

Daraus resultiert auch, dass der Mann zu jeder seiner Frau gehen muss, bei ihr wachen und übernachten muss und zu jeder Frau die gleiche Liebe und Zuneigung offenbaren muss. Dies ist seine religiöse Pflicht. Ein Ehemann jedoch, der diese Aufgaben nicht erfüllen kann, kann von einer Frau aus vors Gericht gezogen werden und vom Gericht aus verpflichtet werden, diese Aufgaben zu erfüllen. So eine Person wird auch am Jüngsten Tag Verantwortung tragen müssen.

So sagt unser geliebter Prophet, Friede und Segen seien auf Ihm: „Wer auch immer zwei Frauen hat und seine Zuneigung nur zur einer von diesen ist, wird am Tag des Gerichts mit einer Seite seines Körpers schlaff herabhängend kommen.“ [Abū Dāwūd, Nikāḥ, 37; Tirmidhī, Nikāḥ:24; Aḥmad ibn Ḥanbal , 2/295, 347, 471]

Jedoch in anderen Dingen, wie die Liebe im Herzen oder anderes, welche man nicht in der Hand hat und nicht offen macht, ist die Gleichhaltung nicht möglich und solang er diese Dinge nicht den anderen Frauen offenbart, wird er deswegen keine Verantwortung tragen. Letztendlich ist die Erlaubnis des Islams für die Mehrehe an solche schweren Bedingungen gebunden und sagt uns, dass jemand, der diese Pflichten nicht erfüllen kann, sich mit einer Frau begnügen sollte, sonst wird er sich nicht vor der Verantwortung entfliehen können.“

Siehe auch: www.ahlu-sunnah.de

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Interessante Auszüge aus der Bibel, sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament

Geschrieben von sunnahblog114 - März 2, 2011

Zunächst sollte erstmals geklärt werden, ob das Alte Testament für die Christen noch von Bedeutung ist?

Jesus (Friede sei auf Ihm) sagt:

17. Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. (Matthäus, 5:17)

Dem Entsprechend müsste das Alte Testament in der Theorie und Praxis zum Fundament des Christentums gehören.

Über das Essen von Schweinefleisch in der Bibel im Alten Testament:

7. Und das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein. 8. Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein. (3.Mose, 11:7-8)

Die Beschneidung in der Bibel im Alten Testament:

10. Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden; 11.eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. 12. Jedes Knäblein, wenn’s acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Desgleichen auch alles, was an Gesinde im Hause geboren oder was gekauft ist von irgendwelchen Fremden, die nicht aus eurem Geschlecht sind. 13. Beschnitten soll werden alles Gesinde, was dir im Hause geboren oder was gekauft ist. Und so soll mein Bund an eurem Fleisch zu einem ewigen Bund werden. 14. Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat. (1.Mose, 17:10-14)

Gemäß der Bibel beteten die Propheten (Friede sei auf Ihnen) mit dem Angesicht auf dem Boden, wie es heutzutage die Muslime tun:

Abraham (Friede sei auf Ihm)

17. Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären? (1.Mose, 17:17)

Jesus (Friede sei auf Ihm)

39. Und Jesus ging ein wenig weiter, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! (Matthäus, 26:39)

Auch in der Bibel im Neuen Testament ist die Rede von der Bedeckung einer Frau:

5. Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren. 6. Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, dass sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken. (1.Korinther, 11:5-6)

Über das Berauschende in der Bibel im Neuen Testament:

18. Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen. (Epheser, 5:18)

Über die Unzucht (Geschlechtsverkehr vor der Ehe) in der Bibel im Neuen Testament:

1. Wovon ihr aber geschrieben habt, darauf antworte ich: Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren. 2. Aber um Unzucht zu vermeiden, soll jeder seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann. (1.Korinther, 7:1-2)

18. Flieht die Unzucht (in manchen Übersetzungen: Hurerei)! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib. (1.Korinther, 6:18)

Am Ende soll nochmals betont werden, dass der Islam (Hingabe zu Gott) gemäß den Muslimen keine neue Religion ist, sondern die Religion aller Propheten. Der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) bestätigt alle anderen Propheten und alle heiligen Schriften, wie z.B. die Bibel oder Thora. Es macht keinen Sinn, dass die Propheten unterschiedliche Religionen hatten, obwohl sie allesamt das Wort Gottes den Menschen verkündeten, welches nicht vielfältig sein kann.

Näheres über das Verständnis des Islams, können Sie hier weiterlesen:

http://sunnahblog114.wordpress.com/2010/12/03/was-bedeutet-islam/

Fußnote für die Bibelverse:

www.bibleserver.com

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Der Wert und die Rolle einer Frau im Islam

Geschrieben von sunnahblog114 - Januar 23, 2011

Die Frau erfährt im Islam eine besondere Wertschätzung. Ein Ausspruch des Propheten (Friede und Segen seien auf Ihm) macht dies deutlich: „Die Vollkommenen im Glauben sind von den Gläubigen die Besten an Charakter und Benehmen, und die besten von euch sind die, die ihre Frauen am besten behandeln.“ (überliefert von At-Tirmidhi, Abu Da’wud, Ibn Madscha)

Die Frau wird im Islam als gleichwertig mit dem Mann angesehen. Dennoch werden biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht geleugnet. Zahlreiche Vorschriften dienen daher dem Schutz der Frau und sehen Erleichterungen für sie vor.

Allah (gepriesen sei Er) macht keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern:

35. „Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die geduldigen Männer und die geduldigen Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben, die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten, die Männer, die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren, die Männer, die Allahs häufig gedenken, und die Frauen, die (Allahs häufig) gedenken – Allah hat ihnen (allen) Vergebung und großen Lohn bereitet.“ (Surah Al-Ahzab, 33:35)

 

Wertschätzung der Frau als Mutter

Es wird berichtet, dass ein Mann zum Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) kam und sagte: »O Gesandter Allahs, wer hat am meisten Anspruch auf eine gute Behandlung meinerseits?« Der Prophet (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: »Deine Mutter!« Der Mann fragte weiter: »Wer sonst?« Der Prophet (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: »Deine Mutter!« Der Mann fragte weiter: »Wer sonst?« Der Prophet (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: »Deine Mutter!« Der Mann fragte weiter: »Wer sonst?« Der Prophet (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: »Dann dein Vater!« (überliefert von Al-Bukhari)

In einer anderen Überlieferung sagte der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm): „Das Paradies liegt zu den Füßen der Mütter.“ (überliefert von Al-Bukhari)

 

Die Stellung der Frau als Tochter

Eine Tochter soll genauso behandelt werden wie ein Sohn. Alle Geschenke, Taschengeld und ähnliches müssen Söhnen und Töchtern gleichermaßen gegeben werden, niemand darf bevorzugt werden.

Der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: „Wer eine Tochter hat und sie nicht lebendig begräbt*, sie nicht missachtet und ihr seine Söhne nicht vorzieht, den lässt Allah in das Paradies eingehen.“ (überliefert von Abu Da’wud)

*barbarische Unsitte der Araber in der vorislamischen Zeit

In einer anderen Überlieferung sagte der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm): „Schätzt eure Töchter nicht gering. Sie sind warmherzig und wertvoll.” (überliefert im Musnad von Ahmad ibn Hanbal)

 

Wie sieht die Aufgabenverteilung von Mann und Frau in der Familie aus?

Dem Mann obliegt es, die Familie zu versorgen. Er ist vor Gott verantwortlich für das Wohlergehen seiner Familie. Eine Familie braucht Führung, so wie es auch in jedem Team jemanden geben muss, der letztendlich Entscheidungen fällt. Der Frau obliegt es, ihren Mann zu beraten und zu unterstützen, um gemeinsame Entscheidungen zu fällen. Die Frau ist die Person, welche die Kinder empfängt, in sich trägt, gebiert, stillt und erzieht; sie trägt die Hauptverantwortung für das Wohl der Kinder. Allerdings bedeutet das keineswegs, dass die Erziehung der Kinder ausschließlich der Frau überlassen bleiben soll. Darüberhinaus ist es ebenfalls bekannt, dass der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) seinen Ehefrauen beim Haushalt geholfen hat, was keine Schande ist, sondern ganz im Gegenteil. Man nimmt eine bestimmte Last der Ehefrau auf sich zu.

Der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: „Es ist (schon) genug an Sünde, dass ein Mann jene vernachlässigt, die er zu ernähren hat.” (überliefert von Abu Da’wud)

 

Kann eine muslimische Frau ihren Ehemann selbst auswählen?

Der Islam gibt der Frau bei der Eheschließung das Recht, selbst entscheiden zu können, wann und wen sie heiratet. Ohne die Einwilligung der Frau darf eine Ehe nicht geschlossen werden, und der Ehevertrag ist ungültig. Es ist eine weise Praxis unter Muslimen, die Familie in diese wichtige Entscheidung mit einzubeziehen. Sie gibt dem zukünftigen Ehepaar den nötigen Rückhalt und setzt sich in schwierigen Situationen für das Fortbestehen der Ehe ein.

Hansa bint Hidam Al-Ansariyya berichtet, dass sie als verwitwete Frau von ihrem Vater wiederverheiratet wurde und dass sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs (Friede und Segen seien auf Ihm) und er machte ihre Ehe rückgängig. (überliefert von Al-Bukhari)

 

Bildung für Frauen

Bildung spielt gerade für die muslimische Frau eine große Rolle, da Wissen die Basis für eine korrekte islamische Lebensführung ist. Die Frau hat insbesondere als Mutter und Erzieherin Vorbildfunktion für künftige Generationen.

Der Prophet Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) sagte: „Das Erlangen von Wissen ist jedem Muslim (Mann und Frau) eine Pflicht.” (überliefert von Al-Bayhaqi)

 

Wichtige Ausnahmeregelungen für Frauen bei gottesdienstlichen Handlungen

Aufgrund des biologischen Unterschiedes zwischen den Geschlechtern gibt es für Frauen zahlreiche Erleichterungen bei gottesdienstlichen Handlungen. Diese stehen insbesondere mit der Menstruation, dem Wochenbett und ihrer Rolle als Mutter im Zusammenhang.

Erleichterung bei dem Gebet:

Die Pflicht des fünfmaligen täglichen Gebetes entfällt für die Frau, die ihre Menstruation oder Blutungen nach der Geburt (arabisch: Nifas) hat. Sie hat diese Gebete auch nicht nachzuholen. Freiwillige Gebete sind in dieser Zeit ebenfalls nicht erlaubt.

Die Frau ist nicht verpflichtet, beim Freitagsgebet in der Moschee teilzunehmen. Auch die täglichen Gebete müssen nicht in der Moschee gebetet werden. Die Frau kann aber, wenn sie will und Zeit hat, an den Gebeten in der Moschee teilnehmen. Die Frauen beten gewöhnlich entweder hinter den Männern oder auf einer Frauenempore getrennt von den Männern. Beim Gebet als einer gottesdienstlichen Handlung soll sich der Betende voll darauf konzentrieren können. Würden Männer und Frauen gemischt beten, ist diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt, da die Ablenkung beiderseits zu groß ist.

Erleichterungen beim Fasten:

Die Pflicht des Fastens im Ramadan entfällt für die Frau, die ihre Menstruation oder Blutungen nach der Geburt hat. Sie hat das Fasten jedoch zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Auch freiwilliges Fasten ist in dieser Zeit nicht erlaubt.

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Die fünf Grundpfeiler des Islams

Geschrieben von sunnahblog114 - Januar 14, 2011

Die fünf Säulen des Islam helfen dem Gläubigen die Theorie in
die Praxis umzusetzen.

1) Schahadah: Das Glaubensbekenntnis

2) Salat: Das fünfmalige Gebet am Tag

3) Zakat: etwa 2,5 % der jährlichen Einkommens wird als
Almosen-Steuer abgeführt

4) Sawm: Das Fasten im heiligen Monat Ramadan

5) Hadsch: Die Pilgerfahrt nach Mekka

 

1) Das Glaubensbekenntnis (arabisch: Schahadah)

Allah, gepriesen sei Er, sagt:

35. „denn als zu ihnen gesprochen wurde: „Es ist kein Gott außer Allah“, da verhielten sie sich hochmütig;“ (Surah As-Saffat, 37:35)

29. „Muhammad ist der Gesandte Allahs.[…]“ (Surah Al-Fath, 48:29)

Mit dem Glaubensbekenntnis wird man Muslim.

Das Glaubensbekenntnis: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad sein Gesandter ist.“

Arabisch: Aschadu an la ilaha illallah wa aschadu anna Muhammadan abduhu wa rasulu.

2) Das Gebet (arabisch: Salat)

Allah (gepriesen sei Er) sagt:

103. „Und wenn ihr das Gebet verrichtet habt, dann gedenket Allahs im Stehen, Sitzen und im Liegen. Und wenn ihr in Sicherheit seid, dann verrichtet das Gebet; wahrlich das Gebet zu bestimmten Zeiten ist für die Gläubigen eine Pflicht.“ (Surah An-Nisa, 4:103)

Die fünfmaligen Gebete müssen vor Sonnenaufgang, zur Mittagszeit, am Nachmittag, nach Sonnenuntergang und in der Nacht verrichtet werden. Diese fünf täglichen Gebete helfen dem Muslim, sich im Alltagsleben ständig der Gegenwart Allahs bewusst zu sein. Diese Gebete sind eine ständige Erinnerung des Betenden an die Allgegenwärtigkeit und Allmacht Allahs und sie helfen dem Betenden dabei, nicht vom rechten Pfad abzuweichen.

3) Das Almosen (arabisch: Zakat)

Allah (gepriesen sei Er) sagt:

43. „Und verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat, und beugt euch mit denen, die sich beugen.“ (Surah Al-Baqarah, 2:43)

Der Islam legt großen Wert auf Großzügigkeit und Mildtätigkeit als Mittel zur Läuterung der eigenen Seele und zur Annäherung an Allah. Dem Muslim ist auferlegt, freiwillige Gaben zu verteilen, wenn immer es ihm  möglich ist; doch ist es davon abgesehen seine Pflicht, einmal jährlich eine Almosen-Steuer von etwa 2.5 % seines Einkommens zu geben, die an Arme und Bedürftige etc. geht. Die Zakat (Almosen-Steuer) versetzt auf diese Weise die muslimische Gemeinde in die Lage, sich all ihrer Mitglieder anzunehmen und zu gewährleisten, dass niemand des grundsätzlichen Rechts auf ein menschenwürdiges Dasein beraubt wird.

4) Das Fasten (arabisch: Sawm)

Allah (gepriesen sei Er) sagt:

183. „O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.“ (Surah Al-Baqarah, 2:183)

Das Fasten während des Ramadan, dem neunten Monat im islamischen Kalender. Dieses Fasten ist allen Muslimen vorgeschrieben, die gesund sind und das Reifestadium erreicht haben, sofern  sie nicht von der Einhaltung des Fastens durch verschiedene Umstände wie eine Reise, hohes Alter, Krankheit, geistige Unzurechnungsfähigkeit oder bei Frauen durch Menstruation, Schwangerschaft oder Stillen abgehalten werden. Das Fasten im Ramadan beginnt vor Anbruch der Morgendämmerung und dauert bis nach Sonnenuntergang. Während dieser Zeit enthält sich der Muslim des Essens, Trinkens von Wasser oder anderen Getränken, des Geschlechtsverkehrs mit seinem Ehepartner und des Rauchens. Das Fasten lehrt den Muslim Selbstdisziplin und Beherrschung und läutert gleichzeitig Seele und Körper, und es stärkt das Gottesbewusstsein.

5) Die Pilgerfahrt (arabisch: Hadsch)

Allah (gepriesen sei Er) sagt:

196. „Und vollziehet die Pilgerfahrt[…]“ (Surah Al-Baqarah, 2:196)

Diese Pilgerfahrt nach Mekka ist allen Muslimen zumindest einmal im Leben zur Pflicht gemacht, sofern sie gesund sind und die finanziellen Mittel dafür aufbringen können. Die jährliche Wallfahrt nach Mekka ist eines der größten Ereignisse in der islamischen Welt, weil sie Muslime aller Rassen und Länder der Erde zusammenführt. Dieses große Erlebnis im Leben eines Muslims hilft ihm gleichfalls, Allah (gepriesen sei Er) näher zu kommen.

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Rationale Beweise für Gott

Geschrieben von sunnahblog114 - Dezember 17, 2010

Es gibt auf dieser Welt viele Menschen, welche behaupten, dass Gott nicht existieren würde. Der Grund für  ihre Ansicht ist, dass man Gott nicht sehen kann. Jene Leute, die diesen Glauben haben, befürworten dem Entsprechend den „Zufall“ und negieren damit das Schicksal. Nun stellt sich die Frage, ob das Ereignis des „Zufalls“ einen Sinn ergibt?

Um diese Fragen beantworten zu können, behandeln wir folgende Punkte:

  • Ein Beispiel für ein Zufall
  • Die Perfektion der Schöpfung

Nehmen wir mal an, dass sich einzelne Bestandteile eines Flugzeugs auf einem Schrottplatz befinden. Inwiefern besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado kommt und die ganzen Bestandteile zu einem Flugzeug zusammenführt? Für uns Menschen wäre dies undenkbar. Um dies klarzustellen, klären wir den Punkt der Perfektion der Schöpfung.

Gott berichtet im Koran:

6. „Haben sie nicht zum Himmel über ihnen emporgeschaut, wie Wir ihn erbaut und geschmückt haben und daß er keine Risse aufweist? 7. Und die Erde – Wir haben sie ausgebreitet und feste Berge darauf gesetzt; und Wir ließen auf ihr all die herrlichen Paare hervorsprießen 8. als Aufklärung und Ermahnung für jeden Diener, der sich bekehrt. 9. Und vom Himmel senden Wir Wasser hernieder, das voll des Segens ist, und bringen damit Gärten und Korn zum Ernten hervor 10. und hochragende Palmen mit dicht stehenden Fruchtscheiden 11. als Versorgung für die Diener; und Wir beleben damit ein totes Land. So wird die Auferstehung sein.“(Surah Al-Qaf, 50:6-11)

Wie schön Gott die Schöpfung beschrieben und perfekt erschaffen hat, ein unbeschreibliches Gefühl…

Zählen wir nun weitere Punkte der Perfektionen auf, welche angeblich durch „Zufall“ entstanden sind:

Man denke nur an das Universum, wie z.B. die Sonne, welche ein Stern im Zentrum des Sonnensystems ist. Trotz ihrer Entfernung von durchschnittlich 150 Millionen Kilometern, ist die Sonne für das Leben auf der Erde von fundamentaler Bedeutung. Die Erde bewegt sich, wie alle Planeten, auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn um die Sonne. Dafür benötigt sie genau ein Jahr. Viele wichtige Prozesse auf der Erdoberfläche, wie das Klima und das Leben selbst, werden durch die Strahlungsenergie der Sonne angetrieben. So stammen etwa 99,98 % des gesamten Energiebeitrags zum Erdklima von der Sonne – der winzige Rest wird aus geothermalen Wärmequellen gespeist. Auch die Gezeiten gehen zu einem Drittel auf die Schwerkraft der Sonne zurück. Was wäre, wenn die Sonne sich der Erde nähern würde? Was würde mit der Erde geschehen? Ist das ein „Zufall“, dass die Distanz zwischen Erde und Sonne so geregelt ist, dass wir auf der Erde leben können und zugleich ein Nutzen aus der Sonne ziehen? Wenn nein, warum glaubt man nicht an das Beispiel mit dem Tornado? Schließlich wäre es ein Ereignis, welches geringfügiger als jenes Beispiel mit der Perfektion des Universums.

Um eine Antwort auf das Scheinargument zu geben, dass man den Schöpfer nicht sehen kann und somit nicht existiere, stellen wir eine Gegenfrage:

Sie sehen eine schöne Villa, jedoch haben Sie nicht gesehen, wer sie gebaut hat. Wenn man Sie fragen würde, wer sie gebaut hat, hätten Sie höchstwahrscheinlich gesagt, dass es irgendein Mensch auf dieser Welt war. Haben Sie die Person gesehen? Nein. Wie können Sie dann behaupten, dass sie von einem Menschen erbaut wurde? Kann es nicht sein, dass sie durch „Zufall“ entstanden ist? Natürlich ist das nur eine Ironie. Warum wird man dann angegriffen, wenn man sagt, dass man an Gott glaubt, auch wenn man Ihn nicht sieht.

Fußnote für die Koranverse:

www.quranexplorer.com

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Warum tragen muslimische Frauen ein Kopftuch?

Geschrieben von sunnahblog114 - Dezember 7, 2010

Muslimische Frauen müssen ein Kopftuch tragen, weil Allah (gepriesen sei Er) es ihnen so vorgeschrieben hat.

Im Koran heißt es:

31. „Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, daß bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich sein möget. (Surah Al-Nur, 24:31)

59. „O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, daß sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (Surah Al-Ahzab, 33:59)

Durch das Kopftuch wird die Frau geschützt vor den Blicken der Männer. Im Gegenzug lernen die Männer, die Frauen nicht nur auf ihr Äußerliches zu reduzieren. Aus islamischer Sicht soll der Charakter und die Taten einer Frau im Vordergrund stehen und nicht ihre äußerlichen Reize. Die Frau ist kein Lustobjekt, woran sich fremde Männer erfreuen sollen. Wenn eine Frau sich bedeckt, erhöht sie ihre Stellung. Man beurteilt sie aufgrund ihres Wissens, Glaubens und ihrer Persönlichkeit und nicht aufgrund ihrer körperlichen Beschaffenheit. Allah (gepriesen sei Er) hat alle Frauen mit Schönheit ausgezeichnet. Diese Schönheit darf aber nicht missbraucht werden, daher befiehlt Allah (gepriesen sei Er) den muslimischen Frauen ihren Körper zu verhüllen. Durch das Tragen des Kopftuches zeigt eine muslimische Frau ihre Bereitschaft Allah (gepriesen sei Er) zu dienen. Das Kopftuch befreit die Frauen, indem ihr die Würde zurückgegeben wird. Frauen, die das Kopftuch tragen, werden nicht mehr als Lustobjekte betrachtet. Die Frau wird geschützt vor Unterdrückung und Erniedrigung. Sie kann innerhalb ihrer eigenen Familie oder unter Frauen tragen, was sie möchte. Der Schambereich (arabisch:‘Awra) unter Frauen ist vom Bereich zwischen der Kniescheibe und dem Bauchnabel. Wenn sie jedoch außer Haus ist, muss sie ihre Haare und ihren Körper verdecken, sodass ihre Körperform nicht sichtbar wird.

Auch in der Bibel im Neuen Testament ist die Rede von der Bedeckung einer Frau:

5. Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedecktem Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren. 6. Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, dass sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken. (1.Korinther, 11:5-6)

Fußnote für die Bibelzitate:

www.bibleserver.com

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Die Einheit der Menschheit im Islam

Geschrieben von sunnahblog114 - Dezember 3, 2010

Der Islam betrachtet die gesamte Menschheit als „biologische Einheit“ – eine einzige Familie – und sagt ausdrücklich, dass die Unterscheidungen auf weltlicher Ebene, nämlich in Rassen, Farben, Sprachen oder Länder, kein Grund für Behauptungen sein können, dass eine Gruppe besser sei als die andere. Die einzige Unterscheidung, die „Wert“ hat, ist die Unterscheidung auf moralischer und spiritueller Ebene – nämlich der Unterschied in der „Taqwa“, der Frömmigkeit oder Rechtschaffenheit.

Professor H.A.R. Gibb, der berühmte englische Islamkritiker, sagt: „…Islam…. besitzt eine herrliche und beeindruckende Tradition des Verständnisses und der Zusammenarbeit verschiedener Rassen untereinander. Keine andere Gemeinschaft hat Aufzeichnungen von solchem Erfolg in der Vereinigung, der Gleichstellung, der Möglichkeiten und der Anstrengung so vieler verschiedener Rassen der Menschheit… Wenn jemals die Differenzen und Oppositionen der verschiedenen großen Gemeinschaften im Osten ersetzt werden sollen mit einer Kooperation, dann ist der Islam eine unentbehrliche Bedingung für die Vermittlung dessen.“ (Whiter Islam?, S. 379)

Auszug aus:

http://www.ahlu-sunnah.de/attachments/330_Was_ist_Islam.pdf

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Was bedeutet Islam?

Geschrieben von sunnahblog114 - Dezember 3, 2010

Das arabische Wort „Islam“ wird aus dem Wort „Salam (Frieden)“ abgeleitet und bedeutet in etwa die  „Erlangung von Frieden durch Hingabe zu Allah. Das Wort „Muslim“ wird abgeleitet vom Substantiv Islam und bedeutet „jemand, der durch seine Hingabe zu Allah zu vollkommenem Frieden gelangt ist“.

Die Muslime glauben an den Einen, ewigen Gott, der die Himmel und die Erde geschaffen hat und alles was existiert. Er ist der Gott aller Propheten, wie beispielsweise Abraham, Moses und Jesus, Friede sei auf Ihnen. Die Muslime glauben nicht, dass Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) der einzige Prophet war; vielmehr glauben sie, dass Er der letzte der Propheten war. Schließlich sind die Muslime der Überzeugung, dass alle Propheten mit derselben frohen Botschaft, sprich dem Monotheismus (Eingottglaube) und dem Islam (Hingabe zu Gott) kamen. Denn wenn man rational denkt, kann es nicht sein, dass Jesus (Friede sei auf Ihm) Christ, Moses (Friede sei auf Ihm) Jude und Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) Muslim waren. Die Muslime glauben auch an alle heiligen Bücher, wie beispielsweise die Thora, Psalmen und Bibel.

Allah (gepriesen sei Er) sagt beispielsweise im Koran:

65. „O Volk der Schrift (Juden und Christen), warum streitet ihr über Abraham, wo die Thora und das Evangelium doch erst (später) nach ihm herabgesandt worden sind? Habt ihr denn keinen Verstand? 66. Ihr habt da über etwas gestritten, wovon ihr Wissen habt; weshalb aber streitet ihr über das, wovon ihr kein Wissen habt? Allah weiß, ihr aber wisset nicht. 67. Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim, und keiner von denen, die (Allah) Gefährten beigesellen. 68. Wahrlich, die Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind jene, die ihm folgen, und dieser Prophet (Muhammad) und die Gläubigen. Und Allah ist der Beschützer der Gläubigen.“ (Surah Al-i Imran, 3:65-68)

Bevor der Prophet Jesus (Friede sei auf Ihm) kam und die Bibel Ihm offenbart wurde, verkündigte der Prophet Moses (Friede sei auf Ihm) die frohe Botschaft von Gott anhand der Thora. Jetzt stellt sich die Frage, warum nach Moses und der Thora, die Bibel dem Propheten Jesus offenbart wurde, wenn doch die Thora unverfälscht geblieben ist? Dieser Fakt zeigt deutlich, dass die Thora durch die Menschen verfälscht worden sein muss und genauso wurde die Bibel durch die Menschen verfälscht, weshalb der Koran dem Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf Ihm) offenbart wurde. In allen anderen heiligen Büchern hat Allah (gepriesen sei Er) nicht versprochen, dass Er sie vor Verfälschungen schützen wird, was beim Koran nicht der Fall ist:

Allah (gepriesen sei Er) sagt im Koran:

9. „Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.“ (Surah Al-Hidschr, 15:9)

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Zwang im Islam?

Geschrieben von sunnahblog114 - Dezember 3, 2010

Die Zwangsmissionierung wurde im Islam ausdrücklich verboten, wie es der koranische Vers sagt:

„Es gibt keinen Zwang im Glauben.“ (Surah Al-Baqarah, 2:256), und die Propaganda, dass die Muslime mit dem Koran in der einen und dem Schwert in der anderen Hand loszogen, um die Nicht-Muslime mit Zwang zu missionieren, sind erfundene Fabeln. Wahrlich, diese Fabel ist so unglaublich grundlos, dass sogar ein Feind des Islam, wie der Pfarrer Rev. Dr. O‘ Leary, zugeben musste:

„Die Geschichte zeigt uns klar, dass die Legende des fanatischen Muslims, der durch die Welt zog und den Islam den verschiedenen Nationen mit dem Schwert aufzwang, eine der absurdesten Mythen ist, welche die Historiker jemals wiederholten.“ (Islam at the Cross-Roads, S.8)

Auszug aus:

http://www.ahlu-sunnah.de/attachments/330_Was_ist_Islam.pdf

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Was bedeutet „Dschihad“?

Geschrieben von sunnahblog114 - Dezember 3, 2010

Das Wort „Dschihad“, das oft von jenen, die den Islam falsch darstellen, in Bezug auf die Kriege in der islamischen Geschichte geschändet wurde, bedeutet „Anstrengung“. Gemäß dem Islam gibt es zwei Arten dieser Anstrengung:

1. Die Anstrengung, um das eigene, niedrige Ich, zu unterjochen und zwar mit dem eigenen hohen Selbst. Dies ist die hohe Form des Dschihad und seine Funktion ist auf rein spiritueller Basis.

2. Anstrengung zur Vernichtung der bösen Mächte auf kollektiver Ebene. Dies ist der kollektive Dschihad.

Der „kollektive Dschihad“ kann, um es zu wiederholen, entweder auf eine friedvolle Art geführt werden, nämlich in der Verbreitung des Islam und seiner Etablierung im gemeinschaftlichen Leben der Mensch durch Predigen und Reform oder er kann in einer kriegerischen Art gegen die Aggressoren geführt werden.

Die islamische Erlaubnis zur Kriegsführung gilt grundsätzlich für defensive Zwecke. Der Islam entfernt nicht nur alle Arten der unmoralischen Impulse des Krieges, sondern bestimmt eine feste Kriegsethik, welche in ihrer Einfachheit und Menschlichkeit alle anderen Kriegsethiken, die jemals bekannt waren, in den Schatten stellt.

O. Houdas sagt: „Das koranische Wort: „Und kämpfe für die Sache Gottes gegen jene, welche gegen dich kämpfen; Doch begehe nicht die Ungerechtigkeit, dass du sie zuerst angreifst und wahrlich, Gott liebt die Ungerechten nicht[…]“ (Surah Baqarah, 2:190)…. Dschihad soll [demnach] geführt werden, um den Islam gegen Aggression zu schützen…. Wenn der Krieg beendet war, zeigten die Muslime immer eine große Toleranz gegenüber dem erobertem Volk, indem sie ihre Gesetze und ihre Religion nicht antasteten.“ (La Grande Encyclopaedie, Tome 20, S. 1006)

„In ihren Eroberungskriegen“, sagt E. Alexander Powell, „legten die Muslime einen Grad der Toleranz dar, welcher viele Christlichen Nationen beschämen müsste.“ (The struggle for power in Moslem Asia, S. 48)

Auszug aus:

http://www.ahlu-sunnah.de/attachments/330_Was_ist_Islam.pdf

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